[Rezension] Simon Beckett – “Kalte Asche”
9. Februar 2010 von Andy
David Hunter ist auf dem Heimweg von einem Fall in Schottland. Er wohnt mittlerweile zusammen mit seiner Freundin Jenny in einer Wohnung in London. Knapp eineinhalb Jahre sind seit den schrecklichen Vorkommnissen in Manville vergangen und David geht wieder seinem Beruf als forensischer Anthropologe nach. Eben wegen dieser Arbeit kam es in jüngster Vergangenheit immer wieder zu Spannungen zwischen Jenny und ihm und um diesen Spannungen vorzubeugen möchte er jetzt nur noch nach Hause.
Doch auf dem Weg zum Flughafen ereilt ihn ein neuer Fall. Auf der kleinen Hebrideninsel Runa wurde eine schrecklich verbrannte Frauenleiche entdeckt und die zuständige Spurensicherung ist damit beschäftigt ein Zugunglück aufzuklären. Wider Willen fährt David zusammen mit den beiden Provinzpolizisten Fraser und McKinney auf das kleine Eiland. Fraser ist sich bereits zu diesem Zeitpunkt sicher, dass die Todesursache vermutlich ein Unfall in Folge von Alkoholkonsum sein muss. Auf der Insel treffen sie auf den pensionierten Detective Inspector Andrew Brody, welcher die Leiche auf einem Spaziergang mit seinem Hund entdeckt hat. Er ist der Meinung, dass es sich in diesem Fall um Mord handeln muss und bittet David möglichst schnell mit der Untersuchung zu beginnen. Tatsächlich findet David einige Ungereimtheiten in der Unfalltheorie. Als er daraufhin versucht die Behörden auf dem Festland zu erreichen bricht die Telekommunikation in Folge eines Sturmes zusammen und ein weiterer Mord geschieht…
Meine Meinung:
Das Buch plätschert die ersten hundert bis hundertfünfzig Seiten als lockere Kriminalgeschichte dahin. Vom schockierenden Thriller, welcher im Klappentext beschrieben wird zunächst keine Spur. Doch sobald die ersten Zeichen auf Mord stehen und die kleine Insel im Chaos des Sturms versinkt ändert sich das. Simon Beckett legt einen schlagartigen Tempowechsel hin und schafft eine klassische „eingeschlossen“ Situation. Der Mörder kann nicht von der Insel entkommen und erneut stirbt ein Mensch und ein anderer kann noch um ein Haar dem Flammentod entkommen. Die zweite Hälfte des Buches liest sich in einem Guss und ein Ereignis jagt das nächste.
„Kalte Asche“ war für mich ein ebenso großes Lesevergnügen wie bereits „Die Chemie des Todes“ zuvor, weshalb der dritte Teil der David Hunter Saga mittlerweile auch schon angefangen auf dem Nachttisch liegt.








